Clara Schumann:

Clara Schumann

"Ihre Fertigkeit (ist) von der Art, dass sie das Schwerste, was für das Instrument geschrieben ist, mit einer Sicherheit und Leichtigkeit überwindet, wie man dies nur bei den größten jetzt lebenden Virtuosen antrifft. Dass ferner das, wodurch sich ihr Spiel vor dem der gewöhnlichen frühreifen Virtuosen auszeichnet, nicht bloß Ergebnis einer strengen und meisterhaften Schule ist, sondern auch aus ihrem Innern hervorgeht, dafür geben ihre Kompositionsversuche Zeugnis,..." (Louis Spohr)



Clara Josephine wird am 13. September 1819 als ältestes von vier Kindern in Leipzig geboren, allerdings nicht in der Familie Schumann, sondern als eine Wieck.
Ihr Vater setzte all seinen Ehrgeiz hinein, aus seiner Tochter eine virtuose und berühmte Pianistin zu machen, daß vieles andere auf der Strecke bleibt, so sagt sie zum Beispiel später über sich: "... dass ich erst zwischen dem vierten und fünften Jahre einzelne Worte zu sprechen anfing und zu dieser Zeit auch ebenso wenig verstehen konnte. Klavier spielen hörte ich jedoch sehr viel, und mein Gehör bildete sich dadurch leichter für musikalische Töne als für die Sprache aus."
Mit neun Jahren erfolgt ihr erstes öffentliches Vorspiel im Leipziger Gewandhaus und sie begegnet erstmals Robert Schumann, der Klavierschüler ihres Vaters wurde. Dieser erweitert ihren musikalischen Horizont, wie auch ihre bis dahin eher magere Allgemeinbildung. Aber er inspiriert sie nicht nur auf diesem Gebiet, sondern eroberte später nichts geringeres als ihr Herz.
Einen Tag vor ihrem 21. Geburtstag wird sie (nicht zu Freuden des Vaters) Roberts Ehefrau und lebte bis zu seinem Tod (28.7.1856) an seiner Seite.
Clara war eine der bedeutendsten Pianistinnen ihrer Zeit, aber auch als Komponistin war sie nicht untätig. So sind sogar einige Werke Roberts umstritten, aus Claras Feder zu stammen.
Sie starb am 20. Mai 1896 in Frankfurt am Main, wo sie bis 1892 als Klavierlehrerin am Hochschen Konservatorium tätig war.

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